Donnerstag, 19. Oktober 2017

Paris

Stadt der Liebe und Hauptstadt der Savoir Vivre


Eine Wochenendreise und ein Geschenk an meine Mutter zu ihrem 60. von mir und meinem Mann.
Wir hatten eine ganz lange Wochenende mit strahlend blauer Himmel mit viel Sonnenschein und Wärme. Das war ein richtiger goldener Oktober. 

Hier sind auch Tipps von mir aufgeführt, welche Sehenswürdigkeit man gesehen haben muss:

Unterkunftsmässig bezogen wir die 3 Sterne-Hotel namens Apogia. Wir waren begeistert, schon von den Sternen her, wie toll und sauber der Hotel war. Gebucht hatte ich es über Hotelgutscheinanbieter Animod.de. Wir bekamen Einzelbetten, die man zusammen legen kann. Es gab ein internationales Frühstück, wie man es auch von anderen Hotels her kennt. Begeistert war ich von diesen frischen Ananas. Leider konnte Rezeptionspersonal kein Deutsch, aber wir konnten uns sehr gut in gebrochenen Englisch und Französisch mit Gebärden verständigen. Zu meiner Überraschung gab es ein sehr kleines Raum mit nur zwei Fitnessgeräte, weil auf der Website groß von Wellness und Fitness gepriesen wird. Der Hotel besitzt ein großes Foyer und man hat auch im Zimmer immer freies W-LAN. Das Hotel liegt im Pariser Vorort Ivry sur Seine. 

Man erreicht prima mit dem Bus (der Bushaltestelle befindet sich genau am Hotel) den Bibliotheque François Mitterrand zum Metrostation und man kommt von dieser Metrostation zu allen bekannten Sehenswürdigkeiten. Wenn man aber ganz bequem mit dem Taxi vom Flughafen zum Hotel oder zurück möchte muss man mit 70 Euro pro Taxifahrt rechnen.

Sauf-Straßenschild
Willst du mit mir saufen? ;-)

Den ersten Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang zu Parc des Cormailles und tranken dort Kaffee draußen in der Sonne vor der Café de la Gare und beobachteten die Hektik der Menschen, die von und zum Bahnhof liefen. Diese Café und die Lage erinnert mich an die Charme der verlorenen Zeit.


Cafe de la Gare
Cafe de la Gare am Park

Am zweiten Tag standen wir ohne Wecker ziemlich früh auf, am Buffett war es noch ruhig. Nach dem Frühstück fuhren wir als Erstes am Place du Trocadero Nähe Eiffelturm. Der Platz erhielt den Namen im Gedenken an die Einnahme der Festung auf der Isla del Trocadero während der frz. Invasion in Spanien durch die französische Armee im Jahre 1823. Das Palais am Platz du Trocadero wurde für die Weltausstellung 1878 gebaut. Die beteiligten Nationen nutzte den Platz für die Propagandazwecken bei der Weltausstellung im Jahre 1937. 

An der Eiffelturm standen an allen Seiten Menschenschlange, so dass wir schade fanden mit an der Schlange zu stehen um hoch zu fahren. Wir wollten die Zeit ja nicht verschenken. Vom Eiffelturm schlenderten wir zum Park. Saßen dann am Café und lassen den Blick auf die Eiffelturm und die vorbeigehenden Menschen schweifen. Eiffelturm ist für jedes Kind bekannt und da brauche ich nicht näher zu erläutern.


Eiffelturm am Champ de Mars
Eiffelturm am Champ de Mars

Dann gingen wir weiter zum Parc du Champ de Mars (einst Exerzier- und Paradegelände der benachbarten Militärschule) an der Ecole Militaire (Militärschule, dort wurde u A. Napoleon ausgebildet) vorbei zum Invalidendom. Davor war ne Einlasskontrolle. In Paris wird mittlerweile angesichts vieler Anschläge in letzter Zeit sehr streng kontrolliert. Überall sah man Militär-, Sicherheits- und Polizeibeamten. Trotzdem könnten wir uns frei und sicher bewegen. Im goldgekuppelten Invalidendom befindet sich das Grab von Napoleon. Wenn man aber reingehen möchte, kostet es 12 Euro Eintritt (einschließlich weitere Museeneintritte). 


Invalidendom
Invalidendom *schwärm*

Dann schlenderten wir gemütlich Richtung Montparnasse. Montparnasse ist eine in Mode gekommene Künstlerviertel zwischen den zwei Weltkriegen. An der Boulevard du Montparnasse Nähe Tour Maine-Montparnasse (einziger Wolkenkratzer in Paris) aßen wir etwas, bevor wir zum Cremeterium Montparnasse gingen. Dort sind berühmte Persönlichkeiten u. A. Jean-Paul Sartre, André Citroën, Samuel Beckett begraben. 


Cremeterie Montparnasse
Cremeterie Montparnasse

Es ging weiter zum Saint Germain des Pres, wo wir zum Jardin du Luxemburg (schönste und beliebteste Gartenanlage von Paris) gingen. Dort stand der Palais du Luxemburg, benannt wurde der Park nach dem und dient als Senat und Wechselausstellungen. 


Palais du Luxemburg
Palais du Luxemburg

Jardin du Luxemburg

Weiter dahinter war in Schatten liegende Fontaine de Medicis, ein Brunnen im Stil italienischer Grotten. Am Park legten wir eine kleine Pause im Schatten ein und anschließend gingen wir an Pantheon; eine kuppelförmige Kirche und wird auch als Ruhmestempel großer Franzosen bezeichnet, und gingen vorbei zur Sorbonne, wo einst Prinzessin Charlotte von Monaco studierte. Eigentlich hatten wir vor zur Café Flore oder Cafe Deux Margots (legendär, Lieblingsorte für Künstler, Schriftsteller und Feministinnen) der Boulevard St. Germain des Pres zu gehen um Crêpes und Eis zu essen. Aber da fielen wir aus allen Wolken: Preise in astronomischen Höhen! Wir saßen schon da und gingen doch lieber weiter.


Cafe de Flore
Cafe de Flore

Wir gingen vorbei an eindrucksvollen Hotel de Ville (Pariser Rathaus) wo einst der ehemalige Staatspräsident Jacques Chirac 18 Jahre lang als Bürgermeister residierte.
Ach ja, die als modern gepriesene Centre Pompidou („Kulturfabrik“ wo Museen und Ausstellungen beherbergt sind) wollten wir auch mal angeguckt haben und erwiesen sich als Enttäuschung. Die vielen Röhren um das Architektur herum erinnert irgendwie an Dauer-Baustelle. Da sind mir historische Bauten viel lieber. Dann fuhren wir mit dem Metro zu St. Michel-Notre Dame. Besichtigten diese Kathedrale Notre Dame, aber rein gehen wollten wir auch nicht, da wieder Warterei vor der Kathedrale.


Notre Dame
Notre Dame

Da wir bereits 23.000 Schritten gelaufen sind und die Füsse weh taten nahmen wir Rikscha und ließen zum Pont Neuf, älteste Brücke von Paris, und das Kaufhaus Samaritaine chauffieren. Leider ist zur Zeit Baustelle im Kaufhaus. Da machten wir Pause in der Nähe bevor wir wieder zurück zum Hotel fuhren. 

Am vorletzten Tag fuhren wir mit dem Metro zum Place de la Bastille mit Julisäule in der Mitte, ist eine jener französischen Erinnerungsorte, wo wir zum Viertel Marais, einem der schönsten Pariser Viertel, liefen. Wir bewunderten die Places des Vosges (schönster Platz in Paris). Dann gingen wir zur Rue des Rosiers zum jüdischen Viertel. Von da aus ging es weiter zur Louvre. Im Carousel du Louvre befand sich abgesenkten Pyramide in Glas. Im Chocolaterie Maxim‘s muss ich einmal die französischen Macarons gekauft haben (11,50 für 6 Macarons). Jaja, Mama hat es mir spendiert. 


Macarons bei Maxim´s
Macarons bei Maxim´s

Die Louvre selbst ist wirklich prächtig und grenzt an Jardin du Tuilieres (Gartenanlage). Wir waren am Café in diesem Garten, haben da Päuschen eingelegt und aßen Eis und Crêpe Nutella. Dann wollten wir am großen Brunnen weitere Pause einlegen, weil die Sonne so schön mit uns lachte. Am Brunnen befand sich auch der Orangerie (dort hängen auch Gemälde berühmter Meister) und Jeu de Paume („Ballspielhaus“ zur Zeit Napoleons).


Louvre
Louvre

Weiter ging es zum Place de la Concorde mit dem imposanten Obelisk (Geschenk von Ägypten an Paris), wo einst Guillotine stand und Marie-Antoinette und Ludwig XVI. hingerichtet wurde. Wir gingen zum pompösesten Brücke Pont Alexandre III und Grand/Petite Palais (entstanden zur Weltausstellung 1900). 


Am Pont Alexandre III
Am Pont Alexandre III

Angrenzend befand sich Champs Elysees mit deren eindrucksvollen von Napoleon errichten gelassene Arc de Triumphe. 

Arc de Triomphe
Arc de Triomphe

Auch wollte ich einmal zum bekannten Laduree (Macarons!!!) und dreimal dürft ihr raten: da muss man auch anstehen!!!

Dann fuhren wir mit dem Metro zu den Kaufhäusern Galeries Lafayette und Printemps. In der Mitte von Galeries Lafayette ist es prunkvoll mit Kuppel überdacht. Da lohnt es sich da mal rein zu gehen. Wir gingen hoch auf dem 7. Stockwerk zur Dachterasse und da hat man einen tollen Aussicht auf ganz Paris. dakann man sich zB. das Hochfahren mit Eiffelturm oder Triumphbogen ersparen. 


Kuppel in der Galeries Lafayette
Kuppel in der Galeries Lafayette

Am Abend ließen wir uns draußen vor dem Restaurant am St. Michel bei einem Wein die Revue des Tages passieren und beobachteten die Menschen und rege Pariser Verkehr.


Notre Dame im Lichtermeer
Notre Dame im Lichtermeer

Am letzten Tag blieben uns noch viel Zeit übrig und gingen zum Stoffkaufhaus „Marche Saint Pierre“. Ein Tipp für alle Näh- und Stoffenthusiasten! Ein wenig enttäuscht war ich von der wenigen Jersey-Kinderstoffauswahl. An der Straße waren noch mehrere Stoffgeschäfte. Wir gingen weiter hoch zum schönen Sacre Coeur (kuppelförmige Basilika) und genossen wieder ein Ausblick auf Paris. Da wo Sacre Coeur befand sich das nostalgische Viertel Montmartre. 


Sacre Coeur
Sacre Coeur

Wir gingen entlang der Gässchen, vorbei am Museum, wo sich auch der Seerosengarten befand, in der Claude Monet das Seerosenbild malte. Dort wurde auch „Die fabelhafte Welt der Amelie“ gedreht. Wir gingen vorbei am kleinen Weinberg in Montmartre. Es ist ein einziger Weinberg in Paris und dort werden etwa 500 Flaschen Wein abgefüllt. Die Flaschenweine werden zu Wohltätigkeitszwecken, auch manchmal bis zu 3000 Euro pro Sechserkiste versteigert. Unser Endstation unserer Paris-Reise war Moulin Rouge (rote Mühle), einer Tanzlokal in der roten Mühle, wo nie Mehl gemahlen wurde. Dort saßen wir ein bisschen und genossen die Sonne, bevor es zurück zum Flughafen ging. Weiter an der Straße ist ein Rotlichtviertel.


Moulin Rouge
Moulin Rouge

Was man auch machen sollte, wenn man erneut nach Paris fliegt oder noch länger dort bleibt: Seine-Bootstour (am Abend, wenn es dunkel ist ist es stimmungsvoll bei den Lichtern) und statt Bustour Top Stop nimmt man sich normale Bus-Fahrkarten und fährt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Das ist wesentlich günstiger. 
Für unter 26 jährigen sind Museumseintritte frei! Ebenfalls kann man Sacre Coeur, Cremeterien und der finsteren Katakomben, wo Skelette in Reih und Glied aufgeschichtet sind, kostenlos besichtigen. 
Toll ist es auch im Dunkeln am Eiffelturm zu sein (ich weiß, es ist verrückt, aber Achtung, es ist verboten den beleuchteten Eiffelturm in Bild zu veröffentlichen (siehe Urheberrechtsgesetz!))
Ich kann nur sagen, kulinarisch ist Paris ein teures Pflaster, aber wenn ihr Lokals in grosse, bekannte Plätze, wo sehr viele Menschen sind oder in der Nähe von bekannten Sehenswürdigkeiten meidet, kommt ihr günstig herum. 



Wie findet ihr Paris? wart ihr schon mal dort? Gibt es weitere Tipps, den man beherzigen könnte? Dann schreibt in den unterstehenden Kommentaren ... Ich würde mich freuen!

Kommentare:

  1. Hallo Christine,

    ich war im letzten Jahr das zweite Mal in Paris und werde die Stadt in einem späteren Teil meiner "Quer durch Frankreich"-Berichte aufgreifen. Allerdings hat mich nahezu alles dort negativ überrascht - vom Kampf um einen viel zu teuren Parkhaus-Parkplatz über ein furchtbares Hotel bis hin zur Abzocke bei Busfahrten. ABER die Gebäude, alles Alte, die Geschichte der Stadt gerade in Form all der Sehenswürdigkeiten und die freundlichen Menschen lassen mich Paris trotzdem in guter Erinnerung behalten.

    Du hast eine Menge gesehen und erlebt und scheinst den Paris-Besuch vollends genossen zu haben, das freut mich sehr. :-)

    Liebe Grüße
    Gabi

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    1. Hallo Gabi,

      Danke für deinen lieben Kommentar. Ja, Paris habe ich richtig genossen. Meine Mutter aber auch.
      Ja, du hast recht, das Positive an Paris überwiegt! Ich war auch über einige Sachen enttäuscht, wie zB. Bettler am Straßenrand, die zwei Kaninchenbabies um den Hals angeleint hat (!!!), um mehr Mitleid zu erzeugen und keiner tut was dagegen. Oder viel Müll und Dreck am Bürgersteig. :-(

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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